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14. Jan. 2010

Die chinesische Mauer

chinesische MauerDie Geschichte der chinesischen Mauer

Wànlí Chángchéng heißt die Chinesische Mauer auf chinesisch und ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten sowie das größte Mauerwerk weltweit. Sie liegt von der Ostküste am
Shanghaiguan Pass bis hin zum Jiayuguan Pass in die Wüste Gobi. Die Entstehung von den ersten mauerartigen Grenzwällen begann circa 500 vor Christus. Sie bestanden aus Reis, Stroh und Lehm und wurde trapezförmig erbaut. Im Auftrag des chinesischen Kaysers Qin Shihuangdi zum Schutz seines Kaiserreiches sollte die Mauer ihn vor Angreifern schützen.

Die Mauer ist nicht durchgehend erbaut, d.h. sie ist nicht überall geschlossen. In der heutigen Zeit ist es dadurch möglich über den damaligen Grenzwall zu gelangen, ohne über
die Mauer klettern zu müssen. Zu ihr gehören auch Wach- und Alarmfeuertürme, Wallgräben, Basteien und kleine und große Festungen. In der Ming-Dynastie wurde der letzte größere Ausbau vollzogen. Hier verwendete man den Ziegel für das Mauerwerk. Dies sollte sie vor den Mongolen schützen sowie für eine bessere Überprüfung des Handel an der Grenze dienen. Bei diesem Ausbau bestand der Kern der Mauer aus Sand und Lehm und darüber kam eine Mischung aus Reis und Kalk. Die Nachricht einer Entdeckung von Feindannäherungen sind damals durch Rauchsignale, welche von Turm zu Turm weiter gegeben worden sind, übermittelt worden. Die Chinesische Mauer diente jedoch nicht ausschließlich zur Verteidigung des Reiches. Sie trennte die unterprivilegierten Nomadentümer und das überlegene China. Hiermit sollte den Chinesen bewusst gemacht werden, dass sie stolz auf ihre kultivierte Lebensweise sein konnten. Heutzutage findet man auf der Mauer keine mandschurischen Kämpfer mehr, sondern tausende Touristen, die das besondere Bauwerk bewundern möchten.

china mauerDie Struktur

Vorzugsweise wurden die Mauerwände der Chinesischen Mauer hauptsächlich auf Bergen angelegt und nur wenig an Verkehrswegen. Durch die starke Bewachung war eine Überwindung der Mauerabschnitte praktisch unmöglich. Mit dem Bau eines Mauerabschnittes in der Provinz Gansu wurde der Verkehr von Westen und Osten vollständig unter Kontrolle gebracht. Um die Mauer herum existieren Wallgräben, welche zusätzlich vor dem Feind schützen sollten. Durch zahlreich erfolgreiche Angriffe auf das chinesische Reich, ist die militärische Wirkweise dieser Wallgräben jedoch umstritten.

An einigen wichtigen Stellen stehen sogar Doppelmauern und es sind zwei Wallgräben angelegt. An den Pässen und anderen strategisch wichtigen Stellen sind Festungen erbaut worden, welche in der Ming-Zeit als Unterkunft für die Truppen dienten. In anderen Festungen befanden sich Alarmfeueranlagen oder sie wurden als Unterkunft durch die Zivilbevölkerung genutzt. Immer wieder entdeckt man hohe, freistehende Türme mit einem Beobachtungsturm. Diese Alarmfeuertürme dienten zur Übermittlung von militärischen
Nachrichten. Am Tag geschah dies, streng nach Alarmierungsregeln, durch Rauch und in der Nacht mit Feuer.

Aus den verschiedenen Zeiten und Herrschern findet man immer noch überall Bruchsteinmauern. Ab und zu findet man eine sogenannte „mamian“ (bed. Pferdeköpfe). Dieses sind vorspringende ein- bis mehrmeterlange Kampfterrassen, die an der großen Mauer erbaut wurden, um den Feind von drei Seiten gleichzeitig angreifen zu können.


Mauer ChinaDie Maße

Mit einer Länge von inzwischen mehr als 6.200 km ist die chinesische Mauer das größte Bauwerk der Welt, welches von Menschenhand geschaffen wurde. Die Länge der Hauptmauer misst 2400 km. Die Form erinnert an ein Trapez. Die Mauer hat durchgehend verschiedene Maße. So ist sie z.B. bei Beijing unten 6,5m breit und oben misst nur noch 5,8m.
Gerade aktuell wurde durch bei einer Untersuchung durch Geologen mit modernster Messtechnik belegt, dass die Chinesische Mauer 2551 km länger sei als gedacht. Durch die Entdeckung von bisher unbekannten Abschnitten, kann man eventuell eine Gesamtlänge von über 10.000 km messen. Bis zum Jahre 2011 soll eine genaue Messung durch Archäologen durchgeführt werden. Eigentlich handelt es sich hierbei gar nicht um eine einzige lange Mauer, sondern um viele einzelne Mauern mit Schutzwällen, die seit mehr als 2000 Jahren immer
wieder erweitert, restauriert und neu aufgebaut wurden.

© für alle Fotos: Laura Femmer

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